Arabica und Robusta in drei Varianten – entdecke die neuen Kaffees von Bro Coffee Roastery
Dichte, dunkle Crema auf dem Espresso, schokoladige Tiefe und ein deutlicher Koffeinkick – dahinter steckt oft Robusta. Jahrelang galt sie als die billigere und schlechtere Schwester der Arabica, die nur beigemischt wird, um Kosten zu senken. Eine gut ausgewählte und sorgfältig geröstete Robusta kann dem Kaffee in der Tasse jedoch einiges bieten. Und zusammen mit Arabica ergibt sie einen volleren Kaffee als jede der beiden Sorten allein.
Deshalb haben wir uns in unserer Rösterei entschieden, Robusta in drei Varianten zu zeigen. Zum Sortiment an Kaffeebohnen von Bro Coffee Roastery kommen Crema Rumba, Crema Tango und Pure Crema hinzu. Die ersten beiden sind Mischungen aus Arabica aus Brasilien und Robusta aus Vietnam im Verhältnis 80/20 und 70/30, die dritte ist 100 % Robusta. Sie unterscheiden sich im Anteil der beiden Sorten und damit in Geschmack, Intensität und Körper.
Bevor wir jede einzelne vorstellen, erklären wir, worin sich Arabica und Robusta unterscheiden, wie Robusta schmeckt und für wen sie geeignet ist, welcher Kaffee mehr Säure hat und welcher stärker ist. Außerdem zeigen wir, warum es sich lohnt, beide Sorten zu kombinieren, und wie die Anteile den Charakter des Kaffees in der Tasse verändern.
Inhaltsverzeichnis:
- Arabica und Robusta – worin unterscheiden sich die beiden Kaffeearten?
- Robusta-Kaffee – Geschmack und Eigenschaften
- Robusta oder Arabica – welchen Kaffee wählst du?
- Mischung aus Arabica und Robusta – warum lohnt es sich, beide Sorten zu kombinieren?
- Bro Coffee Roastery Kaffeebohnen Crema Rumba – 80 % Arabica und 20 % Robusta
- Bro Coffee Roastery Kaffeebohnen Crema Tango – 70 % Arabica und 30 % Robusta
- Bro Coffee Roastery Kaffeebohnen Pure Crema – 100 % Robusta
- Drei Mischungsverhältnisse, drei Kaffeecharaktere von Bro Coffee Roastery
Arabica und Robusta – worin unterscheiden sich die beiden Kaffeearten?
Fast der gesamte Kaffee, den wir weltweit trinken, stammt von zwei Arten: Arabica (Coffea arabica) und Robusta (Coffea canephora). Auf Verpackungen findest du oft die Angabe Arabica Robusta oder Hinweise zum Mischungsverhältnis beider Sorten. Auf Arabica entfallen etwa 60 % der weltweiten Produktion, auf Robusta etwa 40 %. Interessant ist: Arabica ist durch eine natürliche Kreuzung der Vorfahren der Robusta mit einer anderen wilden Kaffeepflanze entstanden. Trotz dieser Verwandtschaft sind die Unterschiede deutlich – sie beginnen auf der Plantage und enden in der Tasse.
Der Vergleich Arabica vs. Robusta beginnt am besten auf der Plantage. Arabica wächst höher, in kühlerem Klima, und ist anspruchsvoller im Anbau. Robusta verträgt Wärme und niedrigere Lagen besser, und ihre Sträucher sind widerstandsfähiger. Auch die Zusammensetzung der Bohnen ist verschieden: Arabica enthält mehr Zucker und der Kaffee daraus mehr Öle, Robusta dagegen enthält meist deutlich mehr Koffein. Genau deshalb verhalten sich beide Sorten beim Rösten und bei der Zubereitung so unterschiedlich. Die Geschichte beider Sorten und ihres Anbaus haben wir ausführlicher in unserem Beitrag Arabica-Kaffee vs. Robusta. Was ist der Unterschied? beschrieben. Hier konzentrieren wir uns darauf, was du in der Tasse schmeckst.
| Merkmal | Arabica | Robusta |
|---|---|---|
| Geschmack | komplex, süß, fein | intensiv, herb, mit deutlicher Bitternote |
| Aroma | fruchtig, blumig, schokoladig, nussig | Kakao, dunkle Schokolade, geröstete Nüsse |
| Koffein | niedrigerer Gehalt | meist deutlich höherer Gehalt |
| Säure | deutlich wahrnehmbar, oft fruchtig | im Geschmack niedrig, wenig fruchtig |
| Körper | leicht bis mittel, glatt | voll bis schwer |
| Crema im Espresso | rotbraun | dunkler, oft beständiger |
Die Tabelle zeigt typische Merkmale beider Sorten, ist aber nur ein Ausgangspunkt. Den Geschmack des Kaffees beeinflussen auch die Herkunft der Bohnen, die Aufbereitung, der Röstgrad und die Zubereitungsmethode. Es geht also nicht darum, welche Sorte „besser“ ist, sondern darum, was jede von ihnen in die Tasse bringt – und wie du das nutzen kannst.
Arabica – Aroma, Süße und Feinheit des Kaffees
Arabica ist die Sorte, die die meisten Kaffeeliebhaber mit hochwertigem Kaffee verbinden. Geschätzt wird sie vor allem für ihre Aromenvielfalt, ihre natürliche Süße und ihr feines, elegantes Profil. Je nach Herkunftsland und Aufbereitung kannst du in einer Tasse Arabica Früchte, Blüten, Milchschokolade, Karamell oder Nüsse schmecken. Der höhere Zuckergehalt sorgt dafür, dass beim Rösten viele Verbindungen entstehen, die für Süße und ein reiches Aroma verantwortlich sind.
In Arabica spürst du auch deutlicher die Säure, die bei guten Bohnen angenehm und saftig ist – sie erinnert eher an Früchte als an Essig. Sie enthält weniger Koffein als Robusta, deshalb wirkt Kaffee aus reiner Arabica oft milder. Arabica ist die Grundlage von Specialty-Kaffee. Single-Origin-Arabica aus Brasilien bildet auch die Basis unserer neuen Mischungen Crema Rumba und Crema Tango.
Robusta – Intensität, Koffein und Crema
Robusta hat ein ganz anderes Temperament. Ihr Geschmack ist intensiver und herber, mit einer deutlichen, edlen Bitternote im Stil dunkler Schokolade. In der Tasse zeigen sich Noten von Kakao, gerösteten Nüssen und manchmal auch von Melasse. Im Geschmack wirkt sie weniger säuerlich und grell als Arabica, erinnert also selten an fruchtige Frische – dafür vermittelt sie Tiefe und Gehalt.
Der am häufigsten genannte Vorteil von Robusta ist jedoch die Crema. Robusta hilft oft, eine dunklere, beständigere Crema auf dem Espresso zu erzielen, auch wenn die Studienlage dazu nicht eindeutig ist – wichtiger als die Sorte selbst sind die Frische der Bohnen und der Röstgrad. Robusta enthält außerdem meist deutlich mehr Koffein als Arabica: In der Literatur werden für Arabica ca. 0,9-1,3 % der Trockenmasse der grünen Bohne angegeben, für Robusta ca. 1,5-3,3 %. Dazu verleiht sie dem Kaffee einen volleren Körper, also den Eindruck von Dichte und „Gewicht“ des Kaffees im Mund. Deshalb verändert schon ein kleiner Anteil davon den Charakter des Espressos spürbar – mehr dazu in den folgenden Kapiteln.
Robusta-Kaffee – Geschmack und Eigenschaften
Robusta-Kaffee landete lange vor allem in Instantkaffee und billigen Mischungen, daher sein nicht besonders guter Ruf. Dabei kann Robusta, genau wie Arabica, von sehr unterschiedlicher Qualität sein. Was du in der Tasse findest, bestimmen die sorgfältige Auswahl der Bohnen, ihre Aufbereitung und die Röstung. Gut ausgewählte Robusta ist kein „Füllstoff“, sondern eine vollwertige Wahl für alle, die im Kaffee Kraft, Tiefe und eine dichte Konsistenz suchen.
Robusta hat ihren festen Platz vor allem im Espresso, wo sie für Fülle, Crema und einen ausdrucksstarken Abgang sorgt. Sie bewährt sich auch dort, wo sich der Kaffee gegen Milch durchsetzen muss – im Cappuccino, Latte oder Flat White.
💡 Wusstest du schon? Der größte Robusta-Produzent der Welt ist Vietnam. Laut Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) entfällt auf Vietnam mehr als ein Drittel der weltweiten Robusta-Produktion. Genau von dort stammt die Robusta in unseren neuen Kaffees.
Wie schmeckt Robusta?
Als Erstes fällt die Intensität auf. Der Geschmack von Robusta ist herb und ausgeprägt, mit einer deutlichen Bitternote, die bei gut gerösteten Bohnen an dunkle Schokolade erinnert und nicht an Verbranntes. Das typische sensorische Profil von Robusta umfasst:
- ✔️ Noten von dunkler Schokolade und Kakao, gerösteten Nüssen und manchmal auch Melasse,
- ✔️ niedrig wahrnehmbare Säure – der Kaffee ist wenig fruchtig und wenig „grell“,
- ✔️ vollen oder schweren Körper – der Kaffee wirkt dicht und gehaltvoll,
- ✔️ langen Abgang – der Geschmack bleibt länger im Mund.
Das ist natürlich ein allgemeines Bild. Der Geschmack von Robusta hängt von der Qualität der Bohnen, der Anbauregion und der Röstung ab. Eine zu dunkle Röstung verwandelt ihre edle Bitternote leicht in eine scharfe, aschige Bitterkeit. Deshalb rösten wir unsere Robusta-Kaffees mit mittlerem Röstgrad (Omniroast) – so kommt der schokoladig-kakaoartige Charakter zur Geltung, ohne verbrannte Noten. So schmeckst du in der Tasse schokoladige Tiefe und nicht die Bitterkeit verbrannter Bohnen.
Robusta-Kaffeebohnen – für wen?
Robusta-Kaffeebohnen eignen sich vor allem für alle, die im Kaffee Charakter suchen und keine feinen, fruchtigen Nuancen. Besonders gut gefallen sie dir, wenn du:
- 👉 hauptsächlich Espresso trinkst und ihn dicht, intensiv und mit deutlicher Crema magst,
- 👉 schokoladige und kakaoartige Geschmacksnoten fruchtigen vorziehst und Säure im Kaffee nicht magst,
- 👉 Milchkaffees zubereitest und willst, dass der Kaffee in der Milch nicht untergeht,
- 👉 Kaffee in der Mokkakanne oder mit der Kaffeemaschine zubereitest und einen gehaltvollen Kaffee erwartest,
- 👉 einen kräftigeren Koffeinstart in den Tag magst.
Robusta-Bohnen kommen am besten bei Druckverfahren zur Geltung. In der Siebträgermaschine und im Kaffeevollautomaten ergeben sie einen dichten Espresso mit beständiger Crema, in der Mokkakanne einen kräftigen, gehaltvollen Kaffee, der sich hervorragend mit Milch verbindet. Wenn du gerade erst mit der Mokkakanne anfängst, wirf einen Blick in unseren Leitfaden Wie brüht man Kaffee in der Mokkakanne? Robusta kannst du auch in der French Press oder im Handfilter zubereiten, dann treten ihre Intensität und Bitternote allerdings stärker hervor. Für viele wird 100 % Robusta-Kaffee zum täglichen Espresso, für andere zur großartigen Ergänzung zu Arabica – dazu gleich mehr.
Robusta oder Arabica – welchen Kaffee wählst du?
Robusta oder Arabica – auf diese Frage gibt es keine einzige richtige Antwort, denn alles hängt davon ab, was du in der Tasse suchst. Statt zu fragen, welcher Kaffee besser ist, lohnt sich die Frage, welcher besser zu deinem Geschmack, deiner Zubereitungsart und der Tageszeit passt. Ein paar einfache Fragen helfen dir bei der Entscheidung:
- ✔️ Wie intensiv magst du deinen Kaffee? Wenn du ihn mild und aromatisch magst, setze auf Arabica. Wenn du ihn kräftig und gehaltvoll magst, greife zu Robusta oder zu einer Mischung mit Robusta-Anteil.
- ✔️ Wie stehst du zur Säure? Fruchtige, saftige Säure ist die Domäne der Arabica. Wenn du ein schokoladiges, herbes Profil bevorzugst, passt Robusta besser.
- ✔️ Wie viel Koffein brauchst du? Robusta enthält meist deutlich mehr davon und sorgt deshalb für einen kräftigeren Koffeinstart.
- ✔️ Wie bereitest du deinen Kaffee zu? Bei Filtermethoden kommt Arabica besser zur Geltung, bei Maschine und Mokkakanne sowohl Arabica als auch Robusta.
- ✔️ Welches Getränk machst du? Für schwarzen Filterkaffee wählst du Arabica, für Cappuccino und Latte lohnt sich eine Mischung mit Robusta.
Das Dilemma Arabica oder Robusta muss gar nicht mit der Entscheidung für eine Seite enden. Für viele Kaffeeliebhaber ist die beste Lösung eine Mischung, in der sich beide Sorten gegenseitig ergänzen. In den folgenden Abschnitten betrachten wir zwei Fragen, die die meisten Fragen aufwerfen: Säure und Stärke des Kaffees.
Welcher Kaffee hat mehr Säure: Arabica oder Robusta?
Auf die Frage, welcher Kaffee säuerlicher ist – Arabica oder Robusta, lautet die Antwort in der Tasse: meist die Arabica. In ihr spürst du die Säure deutlicher, oft mit fruchtigem Charakter – Zitrusfrüchte, rote Früchte oder Apfel. Robusta wirkt im Geschmack weniger säuerlich und schokoladiger, mit dominierender Bitternote und herbem Abgang.
Interessant ist allerdings, dass die wahrnehmbare Säure nicht dasselbe ist wie die Menge an Säuren in der Bohne. Chemische Analysen zeigen, dass geröstete Robusta zwei- bis fünfmal mehr organische Säuren enthält als Arabica. Trotzdem wirkt sie im Geschmack weniger säuerlich – die Wahrnehmung der Säure beeinflussen auch Bitterkeit und Körper des Kaffees. Wie du die Säure wahrnimmst, hängt außerdem von der Herkunft der Bohnen, vom Röstgrad und von der Zubereitungsmethode ab – eine hellere Röstung betont säuerliche Noten meist, eine dunklere dämpft sie. Mehr darüber, wie du Kaffee nach Säure und Bitterkeit auswählst, liest du im Beitrag Kaffeesäure und Bitterkeit – wie findet man die perfekten Bohnen für den eigenen Geschmack?
Ist Robusta stärker als Arabica?
Wenn wir von „starkem“ Kaffee sprechen, meinen wir oft zwei verschiedene Dinge: den Koffeingehalt und die Intensität des Geschmacks. In beiden Fällen liegt Robusta meist vorn. Sie hat mehr Koffein und dazu ein ausgeprägteres, herberes Profil und einen volleren Körper, deshalb wirkt sie schon beim ersten Schluck stärker.
Wie viel Koffein in deine Tasse gelangt, hängt aber nicht nur von der Sorte ab. Es zählen auch das Mischungsverhältnis, die Menge des gemahlenen Kaffees, die Kontaktzeit mit dem Wasser und die Zubereitungsmethode. Ein großer Becher Filterkaffee aus 100 % Arabica kann also mehr Koffein liefern als ein einzelner Espresso mit Robusta. Wenn du wissen möchtest, wie viel Koffein einzelne Getränke enthalten, wirf einen Blick in den Beitrag Wie viel Koffein enthält Kaffee?
⚠️ Denk daran: Kaffee mit hohem Robusta-Anteil liefert meist mehr Koffein, deshalb solltest du ihn mit Maß trinken. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gilt bei gesunden Erwachsenen eine Aufnahme von bis zu 400 mg Koffein pro Tag, aus allen Quellen, als unbedenklich. In der Schwangerschaft und Stillzeit liegt dieser Wert bei 200 mg pro Tag.
Koffein und Säure sind aber nur ein Teil des Bildes. Am spannendsten wird es, wenn beide Sorten in einer Tasse landen – und genau das schauen wir uns im nächsten Kapitel an.
Mischung aus Arabica und Robusta – warum lohnt es sich, beide Sorten zu kombinieren?
Mit einer Mischung aus Arabica und Robusta bekommst du einen Kaffee, in dem sich die Vorzüge beider Sorten ergänzen. Arabica bringt Süße, Aroma und Geschmacksvielfalt ein, Robusta Intensität, vollen Körper, deutlichere Crema und mehr Koffein. Für sich allein hat jede ihre Grenzen: Reine Arabica ist im Espresso für manche zu zart, reine Robusta für manche zu herb. Zusammen ergeben sie einen volleren und besser ausbalancierten Kaffee.
Auf einer solchen Kombination beruhen seit Jahrzehnten viele klassische italienische Espressi. Ein solcher Blend gibt Baristas mehr Kontrolle darüber, wie sich der Kaffee in der Maschine verhält: wie dicht die Crema wird, wie sich das Getränk mit Milch schlägt und wie lange der Geschmack im Mund bleibt. In Untersuchungen zur Espresso-Crema schäumte eine Mischung mit Robusta-Anteil sogar manchmal besser als reine Arabica – auch wenn, wie erwähnt, die Frische der Bohnen und der Röstgrad großen Einfluss auf die Crema haben.
Oft wird auch gefragt, ob eine Mischung nicht einfach Kaffee ist, der mit billigerem Rohstoff „gestreckt“ wird. Nein – wenn die Robusta von guter Qualität ist und die Anteile bewusst gewählt sind, unterstützen sich beide Sorten gegenseitig. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, worin sich Single-Origin-Kaffee von einer Mischung unterscheidet, lies unseren Beitrag Single Origin oder Blend Kaffee? Wir helfen bei der Entscheidung.
🔍 Gut zu wissen: Die Sorte beeinflusst nicht nur den Geschmack, sondern auch das Aussehen des Espressos. Die Crema von reiner Arabica ist meist rotbraun, die von Robusta dunkler, braun mit grauem Schimmer. In einer Mischung verbinden sich beide Farbtöne, deshalb ist die Crema eines Blends mit Robusta in der Regel dunkler und satter.
Wie beeinflussen die Anteile den Geschmack des Kaffees?
In jeder Mischung aus Arabica und Robusta kommt es vor allem auf die Anteile an. Je mehr Robusta, desto intensiver, schokoladiger und kakaoartiger wird der Kaffee, mit vollerem Körper und mehr Koffein. Je mehr Arabica, desto milder, süßer und aromatischer ist er. Gut sichtbar wird das an den drei Mischungsverhältnissen, die wir für unsere neuen Kaffees gewählt haben:
- 👉 80 % Arabica und 20 % Robusta – mildes, ausgewogenes Profil für jeden Tag. Die Süße der Arabica führt, und die Robusta sorgt für Cremigkeit und dichtere Crema, ohne den Geschmack zu dominieren. Dieser Kaffee aus 80 % Arabica und 20 % Robusta ist eine gute Wahl für den Einstieg in die Welt der Robusta.
- 👉 70 % Arabica und 30 % Robusta – deutlich intensiverer Charakter. Der Anteil von Kakao und dunkler Schokolade wächst, der Körper wird voll und die Crema üppiger. Kaffee aus 70 % Arabica und 30 % Robusta ist der klassische Weg für Liebhaber von kräftigem Espresso nach italienischer Art.
- 👉 100 % Robusta – die ausgeprägteste Variante, in der Robusta ihren ganzen Charakter zeigt: schwerer Körper, dunkle Schokolade, Kakao und dichte, volle Crema.
Ein Unterschied von 10 Prozentpunkten mag klein erscheinen, im Espresso kann er aber deutlich spürbar sein. Jede Mischung aus Arabica und Robusta ist daher ein eigenes Geschmacksprofil und nicht nur „eine etwas stärkere Arabica“. Wenn du Geschmacksnoten besser erkennen und das, was du in der Tasse schmeckst, beschreiben möchtest, wirf einen Blick in unseren Leitfaden Die Geschmackswelt des Kaffees – ein Leitfaden zu Kaffeearomen und sensorischen Profilen. Schauen wir uns nun unsere drei neuen Kaffees genauer an.
Bro Coffee Roastery Kaffeebohnen Crema Rumba – 80 % Arabica und 20 % Robusta
Crema Rumba ist der mildeste unserer neuen Kaffees und passt zum täglichen Espresso. Diese Kaffeemischung aus 80 % Arabica und 20 % Robusta verbindet Single-Origin-Arabica aus Brasilien, mit 83-84 Punkten auf der SCA-Skala bewertet, mit Robusta aus Vietnam der Klasse Fine Robusta Grade 1. Die Arabica sorgt hier für Süße und nussiges Aroma, und der kleine, präzise abgestimmte Robusta-Anteil bringt dichtere Crema und einen cremigeren Körper.
Die Mischung rösten wir mit mittlerem Röstgrad (Omniroast). In der Tasse schmeckst du deutlich Haselnuss und Milchschokolade, im Abgang zeigt sich zarter Kakao. Die Säure ist niedrig, der Körper mittel bis voll und die Crema dicht, voll und aromatisch. Es ist ein ausgewogenes Profil, das auch bei der dritten Tasse nicht ermüdet. Wie bei einer Rumba: Die Süße der Arabica gibt dem Kaffee die Melodie, und die Robusta verleiht ihm den federnden Rhythmus.
☕ Bro Coffee Roastery Crema Rumba – auf einen Blick
Crema Rumba ist eine milde Mischung aus Arabica und Robusta für alle, die einen süßen, dessertartigen Espresso mit dichter Crema suchen, aber ohne intensive Bitternote.
- ✔️ Zusammensetzung: 80 % Arabica aus Brasilien (83-84 Punkte SCA), 20 % Robusta aus Vietnam (Fine Robusta Grade 1).
- ✔️ Profil: Haselnuss, Milchschokolade, Kakao; mittlere Röstung (Omniroast), niedrige Säure, mittlerer bis voller, cremiger Körper.
- ✔️ Zubereitung: am besten im Kaffeevollautomaten, in der Siebträgermaschine und in der Mokkakanne; geeignet auch für French Press, AeroPress und Handfilter.
Crema Rumba findet sich besonders gut in Milchkaffees zurecht. In Latte, Flat White oder Cappuccino verbinden sich ihre nussig-schokoladigen Noten mit der Milch zu einem stimmigen, dessertartigen Ganzen. Sie ist auch eine gute Wahl, wenn du im Alltag Kaffee aus 100 % Arabica trinkst und herausfinden möchtest, was Robusta in einer Mischung bewirkt – ohne Geschmacksrevolution.
Bro Coffee Roastery Kaffeebohnen Crema Tango – 70 % Arabica und 30 % Robusta
Crema Tango ist ein Schritt in Richtung Intensität. Wir haben sie für Espresso mit klarem, ausdrucksstarkem Charakter komponiert. Diese Mischung aus Arabica und Robusta vereint 70 % Single-Origin-Arabica aus Brasilien (83-84 Punkte SCA) und 30 % Robusta aus Vietnam der Klasse Fine Robusta Grade 1. Der Robusta-Anteil ist hier so hoch, dass er dem Kaffee Fülle und Kraft verleiht, während die Arabica darauf achtet, dass das Ganze rund und süß bleibt.
Die Bohnen rösten wir mit mittlerem Röstgrad (Omniroast). In der Tasse dominieren Kakao, dunkle Schokolade und geröstete Nüsse. Die Säure ist niedrig, der Körper voll und cremig und die Crema dicht, üppig und aromatisch. Es ist ein Profil, das Liebhabern von klassischem Espresso nach italienischer Art gut vertraut ist. Wie beim Tango: Die Arabica gibt die Melodie vor, und die Robusta verleiht ihr Kraft und Tempo.
☕ Bro Coffee Roastery Crema Tango – auf einen Blick
Crema Tango ist eine Mischung für alle, die üppige, beständige Crema, vollen Körper und einen kakaoartig-schokoladigen Geschmack ohne deutliche Säure schätzen.
- ✔️ Zusammensetzung: 70 % Arabica aus Brasilien (83-84 Punkte SCA), 30 % Robusta aus Vietnam (Fine Robusta Grade 1).
- ✔️ Profil: Kakao, dunkle Schokolade, geröstete Nüsse; mittlere Röstung (Omniroast), niedrige Säure, voller, cremiger Körper.
- ✔️ Zubereitung: am besten in der Siebträgermaschine, im Kaffeevollautomaten und in der Mokkakanne; geeignet auch für French Press, AeroPress und Handfilter.
Crema Tango kommt hervorragend mit Milchgetränken zurecht – in Cappuccino, Latte oder Flat White bleibt ihr kakaoartiger Charakter auch bei viel Milch erkennbar. Sie ist auch eine gute Wahl für die Mokkakanne, wenn dir ein wirklich gehaltvoller Kaffee wichtig ist, und für alle, die es mögen, wenn die Tasse einen soliden Koffeinkick liefert.
Bro Coffee Roastery Kaffeebohnen Pure Crema – 100 % Robusta
Pure Crema ist unsere Antwort auf die Frage, wie gut ausgewählte und sorgfältig geröstete Robusta pur schmeckt, ohne die Unterstützung von Arabica. Dieser 100 % Robusta-Kaffee besteht ausschließlich aus Bohnen aus Vietnam der Klasse Fine Robusta Grade 1. Er ist der ausgeprägteste unserer neuen Kaffees und zugleich der beste Weg, den reinen Charakter dieser Sorte kennenzulernen.
Auch Pure Crema rösten wir mit mittlerem Röstgrad (Omniroast). Das ist eine bewusste Entscheidung: Diese Röstung entwickelt den schokoladig-kakaoartigen Charakter der Robusta und überdeckt ihren Geschmack zugleich nicht mit verbrannten Noten. In der Tasse bekommst du dunkle Schokolade, Kakao, geröstete Nüsse und die tiefe Süße von Melasse. Die Säure ist niedrig, der Körper schwer, cremig und glatt und die Crema dicht, voll und aromatisch.
☕ Bro Coffee Roastery Pure Crema – auf einen Blick
Pure Crema sind Robusta-Kaffeebohnen für alle, die in der Tasse Charakter suchen: dichte Crema, schokoladige Tiefe und Kraft.
- ✔️ Zusammensetzung: 100 % Robusta aus Vietnam (Fine Robusta Grade 1).
- ✔️ Profil: dunkle Schokolade, Kakao, geröstete Nüsse, Melasse; mittlere Röstung (Omniroast), niedrige Säure, schwerer, cremiger Körper.
- ✔️ Zubereitung: vor allem Espresso aus Siebträgermaschine und Kaffeevollautomat sowie Mokkakanne; du kannst sie auch in der French Press, AeroPress und im Handfilter zubereiten.
Pure Crema zeigt ihr ganzes Können im Espresso, schlägt sich aber auch im Cappuccino und Flat White gut – ihr schokoladig-melassiges Profil verleiht Milchgetränken Tiefe. Genieße sie aber mit Maß – Pure Crema enthält mehr Koffein als Kaffees mit überwiegendem Arabica-Anteil.
Drei Mischungsverhältnisse, drei Kaffeecharaktere von Bro Coffee Roastery
Crema Rumba, Crema Tango und Pure Crema sind drei Stufen auf der Intensitätsskala – vom milden, dessertartigen Blend bis zur reinen Kraft der Robusta. Alle rösten wir mit mittlerem Röstgrad (Omniroast), alle haben niedrige Säure und dichte Crema, doch jede setzt die Akzente anders. Die folgende Übersicht hilft dir, die drei Varianten, in denen wir Arabica und Robusta verbinden, schnell zu vergleichen:
| Kaffee | Zusammensetzung | Geschmacksnoten | Körper | Charakter |
|---|---|---|---|---|
| Crema Rumba | 80 % Arabica, 20 % Robusta | Haselnuss, Milchschokolade, Kakao | mittel bis voll, cremig | am mildesten, ausgewogen, für jeden Tag |
| Crema Tango | 70 % Arabica, 30 % Robusta | Kakao, dunkle Schokolade, geröstete Nüsse | voll, cremig | intensiv, Espresso nach italienischer Art |
| Pure Crema | 100 % Robusta | dunkle Schokolade, Kakao, geröstete Nüsse, Melasse | schwer, cremig | am ausgeprägtesten, reiner Robusta-Charakter |
Wenn du Robusta gerade erst kennenlernst, beginne mit Crema Rumba – sie zeigt dir, was schon ein kleiner Anteil dieser Sorte im Espresso bewirkt. Suchst du ein kräftigeres, kakaoartigeres Profil, greife zu Crema Tango. Und wenn du Robusta ohne Kompromisse kennenlernen möchtest, wähle Pure Crema. Jeder dieser Kaffees zeigt seine Stärken am besten im Espresso und in Milchkaffees, und sein bester Geschmack entfaltet sich mindestens 7 Tage nach dem Rösten, wenn die Bohnen auf natürliche Weise entgast sind.
Arabica, Robusta oder eine Mischung aus beiden Sorten – wähle das Mischungsverhältnis, das am besten zu deinem Geschmack passt.
FAQ – häufig gestellte Fragen zu Robusta, Arabica und ihren Mischungen
1. Robusta oder Arabica – welchen Kaffee wählst du?
Das hängt von deinen Vorlieben ab. Arabica passt besser, wenn du einen milden, aromatischen Kaffee mit spürbarer fruchtiger Säure magst, den du z. B. im Handfilter zubereitest. Robusta passt, wenn du einen intensiven, schokoladigen Espresso mit dichter Crema und einer höheren Koffeindosis suchst. Wenn du unsicher bist, ob du Robusta-Kaffee oder Arabica wählen sollst, greife zu einer Mischung aus beiden Sorten – z. B. 80/20 oder 70/30.
2. Worin unterscheidet sich Robusta-Kaffee von Arabica?
Arabica hat einen komplexeren, süßeren und feineren Geschmack mit Noten von Früchten, Blüten, Schokolade oder Nüssen. Robusta ist intensiver und herber, mit deutlicher Bitternote und Noten von Kakao und dunkler Schokolade. Sie enthält außerdem meist deutlich mehr Koffein, hat einen volleren Körper und hilft oft, eine beständigere Crema auf dem Espresso zu erzielen.
3. Welcher Kaffee ist säuerlicher: Arabica oder Robusta?
Im Geschmack ist meist die Arabica säuerlicher – ihre Säure ist oft fruchtig und saftig. Robusta wirkt weniger säuerlich, weil in ihr Bitterkeit und schokoladige Noten dominieren, auch wenn sie chemisch mehr organische Säuren enthält. Die wahrnehmbare Säure hängt außerdem von der Herkunft der Bohnen, vom Röstgrad und von der Zubereitungsmethode ab.
4. Wie schmeckt Robusta-Kaffee?
Robusta-Kaffee hat einen intensiven, herben Geschmack mit deutlicher, edler Bitternote. Typisch sind Noten von dunkler Schokolade, Kakao und gerösteten Nüssen, manchmal auch von Melasse. Er hat eine niedrig wahrnehmbare Säure, einen vollen oder schweren Körper und einen langen Abgang. Sein Geschmack hängt von der Qualität der Bohnen und der Röstung ab – eine zu dunkle Röstung kann ihm leicht verbrannte Noten verleihen.
5. Hat Robusta mehr Koffein als Arabica?
Ja, Robusta enthält meist deutlich mehr Koffein. Laut Angaben aus der Literatur enthält Arabica ca. 0,9-1,3 % Koffein in der Trockenmasse der grünen Bohne, Robusta ca. 1,5-3,3 %. Die Koffeinmenge in der Tasse hängt aber auch von der Kaffeemenge und der Zubereitungsmethode ab. Laut EFSA können gesunde Erwachsene bis zu 400 mg Koffein pro Tag aus allen Quellen zu sich nehmen, schwangere und stillende Frauen bis zu 200 mg.
6. Warum lohnt es sich, Arabica und Robusta zu mischen?
Weil sich beide Sorten ergänzen. Arabica bringt Süße, Aroma und Vielfalt ein, Robusta Intensität, vollen Körper, deutlichere Crema und mehr Koffein. So ergibt eine Mischung aus beiden Sorten einen kompletteren Kaffee als jede für sich. Die Anteile bestimmen den Charakter des Kaffees: Je mehr Robusta, desto kräftiger und schokoladiger ist er.
Informationsquellen:
- USDA Foreign Agricultural Service, Coffee: World Markets and Trade, 2026.
- J. Salojärvi et al., The genome and population genomics of allopolyploid Coffea arabica reveal the diversification history of modern coffee cultivars, Nature Genetics, 2024.
- S. Yeager et al., Acids in coffee: A review of sensory measurements and meta-analysis of chemical composition, Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 2021.
- N. Caporaso et al., Non-destructive analysis of sucrose, caffeine and trigonelline on single green coffee beans by hyperspectral imaging, Food Research International, 2018.
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA), Scientific Opinion on the safety of caffeine, EFSA Journal, 2015.
- E. Illy, L. Navarini, Neglected Food Bubbles: The Espresso Coffee Foam, Food Biophysics, 2011.
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